Mastertronic

Die Geschiche von Mastertronic

Die Geschichte von Mastertronic wird hier nur kurz wiedergegeben. Der Auftakt dieser Erfolgsstory beginnt 1983 mit der Idee, den Markt mit extrem billigeren Spielen im Vergleich zu Konkurrenzprodukten zu beliefern. Eine andere Innovation ist es einen Farbcode für die verschiedenen Computersysteme einzuführen. Die Aufkleber der Verpackung von Spielen für Spectrum sind gelb, für den C64 rot, für den VC20 blau, den C16 violett und für Amstrad orange. Diese Idee übernehmen andere Softwarehäuser, die Käufer sollen sich dadurch leichter orientieren können. Die Gründer von Mastertronic heißen Martin Alper, Frank Herman und Alan Sharam. Sie haben ihre Zelte in einem Londoner Büro aufgeschlagen. Die ersten Produkte verkaufen Sie in 100er Mengen an jeden, der am Kauf interessiert ist, wie z.B. Tankstellen oder Spielwarengeschäfte! Mastertronic hat nie selbst Programmierer angestellt, sie sind auf freiberufliche Autoren und Amateure angewiesen.

1985 erscheinen die ersten Spiele unter dem Label Mastertronic Added Dimension (MAD), das Preisniveau in dieser Kategorie wird leicht angehoben. Veröffentlichungen aus dieser Zeit (Kikstart, Last V8) gibt es auch als C128 Version mit interessanten kleinen Veränderungen von Leveln und Musik. Spiele sind auch für andere Systeme, wie MSX, VC20 und C16 plus/4 erhältlich. Die meisten Veröffentlichungen erscheinen als Tapes, Diskettenversionen sind selten, bis auf die zuletzt verwendeten großen grauen Boxen. Weniger erfolgreich verläuft der Verkauf von Musikkassetten, was schon sehr frühzeitig wieder eingestellt wird. 

 

1986 taucht das Label Entertainment USA auf. Der amerikanische Markt soll damit bedient werden. 1987 folgt das Label Bulldog um Best of British Spiele auf den amerikanischen Markt zu bringen. 1988 kauft Mastertronic das Melbourne House, welches in einer finanziellen Krise steckt. Melbourne House macht unter eigenem Namen weiter und ein weiteres Label Ricochet wird begründet, um die klassischen Spiele von Melbourne House (Way of the Exploding Fist, Crazy Comets, Impossible Mission, The Hobbit, Little Computer People) erneut für billiges Geld herauszugeben. Schließlich wird 1988 Mastertronic von der Firma Virgin selbst aufgekauft, das Label vereinigt sich in Virgin Mastertronic, aus MAD (auch zwischenzeitlich unter dem Label 2,99 geläufig) wird Mastertronic Plus, kurzzeitig existiert die Bezeichnung Mastertronic Group Ltd.


Die erneute günstige Veröffentlichung klassischer Spiele hat bis zuletzt zunehmend an Bedeutung gewonnen. Rechte werden anderen Firmen abgekauft, wie z.B. Gremlin Graphics oder es werden Spiele vom UK nach den USA oder von den USA nach Europa transferiert. Ungefähr 1992 endet die Geschichte von Mastertronic. Die Gründer sind inzwischen namhafte Direktoren, die einen weltweiten Markt bedienen. Zwei von ihnen haben sich in führender Position dem neuaufgestiegenen System Sega verschrieben. Das Ende der Ära C64 und auch des Spectrum ist insgesamt sowieso erreicht, Sega und Nintendo sind im
kommen.

Hintergründe zu Master of Magic

Master of Magic entstammt der Schmiede der Mastertronic Added Dimension (MAD). Die Autoren sind Richard Darling und Tim Miller. Die Musik ist aus der Feder des bekannten Rob Hubbard. In einem Interview gibt Rob Hubbard zu erkennen, dass die Musik von Master of Magic und auch von Zoids von der Gruppe Synergy inspiriert wird, was auch bis in seine späteren Kompositionen zu Spellbound, Kentilla und Dragons Lair 2 hineinwirkt.

Veröffentlichungen in alphabetischer Reihenfolge

180, 1986
1985, 1984
Action Biker, 1985
Agent X II, 1987
Amaurote, 1987
Angleball, 1987
Beat It!, 1987
Bosconian 87, 1987
Buckaneer, 1986
Captive, 1985
Chiller, 1986
Colony, 1987
Die! Alien Slime, 1989
Dr. Jackal and Mr. Wide, 1987
Duck Shot, 1984
Enter the Ninja, 1987
Excaliba, 1985
Finders Keepers, 1986
Flash Gordon, 1986
Gaplus, 1988
Hollywood or Bust, 1986
Hopto, 1985
Human Race, The, 1986
Hunter Patrol, 1985
Hyperbowl, 1987
Island of Dr. Destructo, 1987
Kane, 1985
Kane II, 1988
Kendo Warrior, 1989
Kentilla, 1986
Kikstart II, 1987
Knight-Tyme, 1986
Kromazone, N/A
Laserwheel, NA
Last V8, 1985
Lawn Tennis, 1987
Master of Magic, The, 1985
Mind Control, N/A
Molecule Man, N/A
Ninja Scooter Sim., 1988
Nonterraqueous I, 1985
On-Cue, N/A
One Man and His Droid, 1985
P.O.D., 1986
Namcap, N/A
Pinball Power, 1989
Prowler, 1987
Pulsoid, 1987
Quest for the Golden Eggcup, The, 1988
Rapid Fire, 1987
Rasterscan, 1987
Raw Recruit, 1988
Recon, N/A
Rigel’s Revenge, 1987
Scumball, 1987
Shard Of Inovar, N/A
Spellbound, 1986
Spooks, N/A
Spore, 1987
Sport of Kings, 1986
Star Force Nova, 1987
Starforce Fighter, 1987
Street Surfer, 1986
Strike!, 1987
Sub Hunt 64, N/A
S.W.A.T., 1986
The Island of Dr. Destructy, 1987
Video Meanies, 1986
Wizard’s Pet, The, 1987
Zzzzzz, N/A

 


Peter Braun
August 2002